Jörg Emrich, Projektingenieur bei Bluhm Systeme

Bluhm Systeme, ein führender Kennzeichnungsspezialist, hat die Weiterentwicklung seines bewährten Etikettendruckspenders Legi-Air 4050 E bekanntgegeben. Das Ergebnis ist ein leistungsfähiges und vor allen zukunftsgerichtetes Etikettiersystem. Was zeichnet diese neue Version aus?  Das verrät Jörg Emrich, Projektingenieur von Bluhm Systeme, im Interview.

“Wir haben ein ganz neues Servicekonzept namens Supporttrix entwickelt. Es ist in dieser Form einzigartig.
Es gibt nichts Vergleichbares im Markt.”

Herr Emrich, für welche Anwendungen ist der Legi-Air 4050 E geeignet?

Jörg Emrich: Die erste Version des Etikettendruckspenders haben wir 2007 auf den Markt gebracht und über die Jahre immer weiterentwickelt. Er ist der Allrounder unter den Etikettiersystemen, da er aufgrund der modularen Bauweise viele unterschiedliche Anwendungen abdecken kann. Dafür stehen zahlreiche Druckmodule aller führenden Hersteller sowie verschiedene Applikatoren zur Verfügung. Von der Highspeed-Etikettierung, über die RFID-Etikettierung, bis hin zur Präzisionsetikettierung ist damit alles möglich.

Druckmodule aller führenden Hersteller können in den Legi-Air 4050 E integriert werden.

Was waren die Beweggründe, das Produkt zu überarbeiten?

Jörg Emrich: Die Marktanforderungen bzw. die Anforderungen unserer Kunden verändern sich. Und auch die Technik selbst sowie die Materialien entwickeln sich weiter und bieten dann neue Möglichkeiten im Maschinen- und Anlagenbau. Kunden wollen natürlich in erster Linie noch effizientere und kostengünstigere Systeme. Ebenso wird aber auch auf Bedienerfreundlichkeit Wert gelegt. Wichtige Themen sind außerdem die Maschinensicherheit und Industrie 4.0. All dies haben wir bei der Weiterentwicklung berücksichtigt bzw. tragen dem Rechnung.

Welche wesentlichen Neuerungen gibt es vor diesem Hintergrund?

Jörg Emrich: Es ist uns gelungen, die Betriebskosten deutlich zu senken, indem wir mittels eines modulierten Vakuums den Druckluftverbrauch um bis zu 80% reduzieren konnten. Neu ist bei diesem System auch, dass neben dem Aufwickler nun zusätzlich der Abwickler noch motorisch betrieben wird. Dadurch verschleißt das Druckmodul weniger. Da der Druckspender selbst wartungsfrei ist, profitiert der Kunde so von höchster Produktionsverfügbarkeit.

Außerdem ist der Etikettierer EN415-10-konform und somit absolut sicher für den Bediener. Das dürfte besonders Maschinenbauer freuen, wenn sie das System beispielsweise in eine Verpackungsanlage integrieren wollen. Weitere Verbesserungen gibt es auch im Hinblick auf die Bedienung. So befindet sich die Pneumatik leicht zugänglich außerhalb des Systems unter einer transparenten Abdeckung. Darüber hinaus trennen nun separate Druckkreisläufe sicherheitsrelevante Vorgänge wie Spendestempelbewegung von allgemeinen Funktionen wie Labelmanagement.

Neu ist außerdem das mehrsprachiges 7“LCD-Touchdisplay, über das der Bediener nun auch weitere Informationen etwa zur Produktivität oder die jüngste Vergangenheit der Maschine erhält.

Sie sprachen auch von Industrie 4.0. Inwiefern ist der Legi-Air 4050 E Industrie 4.0-fähig?

Sowohl Auf- als auch Abspuler werden motorisch angetrieben. Dadurch verschleißt das Druckmodul weniger.

Jörg Emrich: Für das überarbeitete Produkt ist optional ein N-Controller verfügbar. Dabei handelt es sich um einen OPC UA-fähigen (Open Platform Communications United Architecture Controller). Er ermöglicht eine erweiterte Verbindung mit anderen Geräten. Auch lassen sich darüber Informationen und Daten einfacher und verständlicher aufbereitet übermitteln, beispielsweise in Klartext oder als Statistik. Auf diese Weise ist auch eine Visualisierung der Gesamtanlage für einen besseren Überblick möglich. Über den N-Controller ist auch eine erweiterte Konnektivität zu Ethernet IP, Profinet sowie weiteren Feldbusschnittstellen gegeben.

 

 

Legi-Air 4050 E ist ein Etikettiersystem, das aufgrund seiner Modulbauweise viele Anwendungen abdecken kann.

Stichwort Service – das ist doch sicher auch ein zentrales Thema für Ihre Kunden. Wie stellt Bluhm Systeme den Service beim Legi-Air 4050 E sicher?

Jörg Emrich: Wir haben ein ganz neues Servicekonzept namens Supporttrix entwickelt. Es ist in dieser Form einzigartig. Es gibt nichts Vergleichbares im Markt. Supporttrix ermöglicht unseren Servicetechnikern eine zuverlässige Offline-Ferndiagnose. Eine direkte Verbindung zum System, wie sonst üblich, ist nicht notwendig. Im Störfall generiert die Maschine drei QR-Codes, in denen alle maschinenrelevanten Daten, Einstellungen und Ereignisse der Maschine verschlüsselt sind. Alles was der Bediener tun muss, ist diese vom Display abzufotografieren und an das Bluhm Service-Team zu schicken, welches dann die Codes ausliest. So kann unser Service-Team den IST-Zustand der Maschine sehen und Hilfestellung geben, ohne vor Ort sein zu müssen. Das spart Zeit und teure Techniker-Einsätze. Gleichzeitig ist man so unabhängig von Hilfsmitteln wie Apps, VPN-Verbindungen und Online-Hilfen, bei denen die Fehlerbehebung schnell länger dauern kann, wenn auf Kundenseite mal nicht der richtige Ansprechpartner da ist oder gerade nicht auf das Firmennetzwerk zugegriffen werden kann. Und auch die telefonische Hilfestellung ist keine Alternative, kommt es doch hier oft zu Missverständnissen, wenn der Hotline-Mitarbeiter nicht die genauen Maschineneinstellungen einsehen kann und auf die Schilderungen des Bedieners angewiesen ist.

Der Legi-Air 4050 E im Video:

Fazit:
Vorausschauende Produktentwicklung, geringe Betriebskosten, Bedienerfreundlichkeit sowie effiziente und kostengünstige Systeme – sind hervorragende Voraussetzungen für Anwender in der Industrie. Der Kennzeichnungsspezialist Bluhm Systeme aus Rheinbreitbach liefert für die industrielle Kennzeichnung zukunftsstarke Produkte.

 

 

 

 

 

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