Das auf vier Jah­re ange­leg­te EU-Pro­jekt ELSAH („Elec­tro­nic smart patch sys­tem for wire­less moni­to­ring of mole­cu­lar bio­mar­kers for health­ca­re and well-being“) star­te­te im Janu­ar 2019 und hat es sich zum Ziel gesetzt, ein Weara­ble zu ent­wi­ckeln, das die kon­ti­nu­ier­li­che Bestim­mung von mole­ku­la­ren Bio­mar­kern ermög­licht. Damit schafft das Pro­jekt eine Viel­zahl neu­er Ein­satz­mög­lich­kei­ten für evi­denz­ba­sier­te Appli­ka­tio­nen im Gesund­heits- und Life­style-Bereich. Als Teil eines Teams von 10 euro­päi­schen Part­nern aus For­schung und Gesund­heits­in­dus­trie betei­ligt sich Lykon an dem Vor­ha­ben.

Mit sei­ner Markt­ex­per­ti­se unter­stützt das fami­li­en­geführ­te Ber­li­ner Unter­neh­men das Pro­jekt dabei, ein bio­elek­tro­ni­sches Smart Patch, ein inno­va­ti­ves Pflas­ter, zu ent­wi­ckeln, das gro­ßes Markt­po­ten­ti­al besitzt und so auch die Digi­ta­li­sie­rung der euro­päi­schen Wirt­schaft vor­an­treibt. Das Pro­jekt wird durch das For­schungs­pro­gramm Hori­zon 2020 der Euro­päi­schen Uni­on geför­dert, das Wis­sen­schaft und Wirt­schaft zusam­men­bringt, um Inno­va­tio­nen zu för­dern, die weit­rei­chen­de gesell­schaft­li­che Aus­wir­kun­gen haben.

Das trag­ba­re Sen­sor­sys­tem soll dabei das Haupt­pro­blem für die prak­ti­sche Trag­bar­keit aktu­ell erhält­li­cher Gerä­te über­win­den: den not­wen­di­gen direk­ten Kon­takt zu Bio­flui­den wie Blut, für den inva­si­ve Tech­ni­ken unum­gäng­lich sind. Ande­re Her­an­ge­hens­wei­sen über nicht-inva­siv zugäng­li­che Flüs­sig­kei­ten wie Schweiß, oder Spei­chel erlau­ben nur unzu­rei­chen­de Kor­re­la­tio­nen zu rele­van­ten Bio­mar­ker-Kon­zen­tra­tio­nen. Das ELSAH-Pro­jekt will die­se Ein­schrän­kun­gen umge­hen und zielt auf die der­ma­le Inters­ti­ti­al­flüs­sig­keit (ISF), die mini­mal­in­va­siv zugäng­lich ist und wis­sen­schaft­lich nach­ge­wie­sen der Zusam­men­set­zung der Bio­mar­ker im Blut sehr nahe­kommt.

Die Appli­ka­ti­on wird durch die Ver­net­zung von Mikro­na­del-Bio­sen­so­ren mit einem Mikro­chip sowie gedruck­ter Bat­te­rie und Elek­tro­nik aut­ark funk­tio­nie­ren und so unab­hän­gi­ge Mes­sun­gen und die kabel­lo­se Daten­über­tra­gung auf das Smart­pho­ne des Nut­zers ermög­li­chen. Als gips­ähn­li­ches Pflas­ter soll es so die Echt­zeit­mes­sung von Bio­mar­kern erlau­ben – kon­ti­nu­ier­lich, trans­pa­rent und ver­ständ­lich.

Das Weara­ble kann Men­schen bei all­täg­li­chen Ent­schei­dun­gen für eine gesun­de Lebens­wei­se unter­stüt­zen, indem es ihnen in Echt­zeit Zugang zu Infor­ma­tio­nen über Blut, Schweiß und ande­re Bio­mar­kern ermög­licht. Dar­über hin­aus hat es lang­fris­tig das Poten­ti­al, indi­rekt auch zur Reduk­ti­on der gro­ßen Volks­krank­hei­ten wie Herz-Kreis­lauf-Pro­ble­men, Über­ge­wicht oder hohen Blut­druck bei­zu­tra­gen.