Durch den Einsatz von Rückverfolgbarkeits- und Aggregationslösungen erzielen Pharmaunternehmen erhebliche Kosteneinsparungen und ermöglichen die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zum Herkunftsnachweis und zur Nachverfolgbarkeit verschreibungspflichtiger Medikamente. Ein Großteil dieser Vorteile ist auf eine verbesserte Prozess- und Lieferketteneffizienz zurückzuführen. Mit dem System Smart Manual Aggregation Table (SMAT) vereinfacht die Industrielle Sensorsysteme Wichmann GmbH (ISW) die sichere Verpackung von Pharmaprodukten und setzt dabei auf Bildverarbeitung von Stemmer Imaging.

Pharmaprodukte müssen mit einer extrem hohen Zuverlässigkeit jederzeit logistisch nachverfolgt werden können. Vollautomatisierte Abläufe reduzieren die Fehlerwahrscheinlichkeit erheblich. Aufgrund der vielfältigen Verpackungsformen am Markt sind derartige Lösungen in vielen Fällen jedoch nicht wirtschaftlich. Verpackung und Versand erfolgen daher meist manuell und sind somit fehleranfällig.

Mit dem Smart Manual Aggregation Table verbessert die Industrielle Sensorsysteme Wichmann GmbH die Sicherheit solcher manuellen Verpackungsprozesse erheblich. Der SMAT ist in kürzester Zeit einsatzfähig und sehr flexibel: Das Standalone-System wird einfach an der Stelle im Prozess aufgestellt, an der die Verpackung der angelieferten Ware erfolgen soll. Nach der Auswahl des nächsten Auftrags kann der Mitarbeiter die angelieferten Bündel von Einzelverpackungen mittels der unter einer Glasabdeckung angebrachte Kamera scannen. Um optimale Ergebnisse zu gewährleisten, lässt sich die nicht benötigte Fläche der Glasplatte dabei mit Hilfe von Passepartouts abdecken, die für verschiedene Verpackungsbündelgrößen zur Verfügung stehen. Nach diesen Vorbereitungen legt der Mitarbeiter das erste Bündel auf und löst die Bildaufnahme mittels Fußschalter aus.

Die Daten der einzelnen Verpackungen einer Einheit wie deren Seriennummern und sonstige Identifikationsgrößen werden dadurch in der hinterlegten Datenbank zu einem Bündel zusammengefasst. War die Aufnahme korrekt, so wird ein Etikett mit einer entsprechenden Seriennummer für das eingescannte Bündel gedruckt und von einem Scanner auf seine Druckgüte überprüft. Korrekt erfasste und etikettierte Bündel verpackt der Mitarbeiter im nächsten Schritt in Kartons, die zur einfacheren Handhabung auf die Wippe der Anlage gestellt werden. Der SMAT erleichtert diesen Arbeitsschritt, indem er dem Bediener ein Packschema für die aktuellen Produkte anzeigt. Solche Packschemata sind zu jeder Kombination aus Verpackungsgröße und Karton im System hinterlegt und können für jeden Auftrag abgerufen werden. Ist eine Ebene des Kartons gefüllt, wird die Wippe in die Waagerechte geklappt, und eine oberhalb angebrachte Kamera erfasst alle Codes der bisher verpackten Bündel.

Sobald der komplette Karton gemäß Packschema gefüllt ist, druckt das System ein Etikett aus, das den gesamten Kartoninhalt in einem einzigen Code zusammenfasst und vom Bediener auf den vollständigen Karton geklebt wird. An dieser Stelle überprüft ein weiterer Scanner, ob der Code für den aktuellen Karton korrekt ist.

Werden die auf diese Weise gefüllten und etikettierten Kartons als nächste Packebene auf eine Palette gestapelt, so gibt SMAT dem Mitarbeiter ähnliche Hilfestellungen: Auch hier sind in Abhängigkeit von den Kartongrößen Packschemata hinterlegt, die man sich auf dem Systembildschirm anzeigen lassen kann. Ist die Palette gemäß dieser Vorgabe beladen, werden die Etiketten aller Kartons per Handscanner erfasst. Ein dritter Drucker erstellt danach ein weiteres Etikett für die gesamte Palette, das der Mitarbeiter auf die Palette klebt und anschließend wieder mit dem Handscanner einliest, um die Aggregation abzuschließen.