Moderns­te Mess­tech­nik im Rein­raum und mecha­ni­sche Rei­ni­gung sind nicht leicht zu ver­ein­ba­ren. Die Rein­raum­ex­per­ten der Fir­ma Mikro­clean und der Rein­raum Moni­to­ring Anbie­ter Briem Steue­rungs­tech­nik beleuch­ten die­se Span­nungs­feld.

Bei der Über­wa­chung der Umge­bungs­pa­ra­me­ter im Rein­raum kom­men sen­si­ble Mess­ge­rä­te zum Ein­satz. Die­se müs­sen aber auch robust genug für eine mecha­ni­sche Rei­ni­gung sein. Die Über­wa­chung darf durch die Rei­ni­gung nicht beein­träch­tigt wer­den und muss auch danach stö­rungs­frei wei­ter­ar­bei­ten. Auf der ande­ren Sei­te ist die Rei­ni­gung der Mess­sen­sen­so­rik eine Her­aus­for­de­rung für das Rei­ni­gungs­per­so­nal, hier muß sehr prä­zi­se und sorg­fäl­tig gear­bei­tet wer­den.

Die Mikro­clean GmbH ist ein seit Jah­ren füh­ren­des Unter­neh­men in der Rein­raum­rei­ni­gung und kennt die­se Her­aus­for­de­run­gen. „Die Kun­den erwar­ten höchs­te Stan­dards in der Rei­ni­gung und zugleich eine zuver­läs­si­ge tech­ni­sche Über­wa­chung der Rein­räu­me“, sagt Timo Speck. Für den Geschäfts­füh­rer war des­halb klar: „Die Anfor­de­run­gen der Tech­nik und der Rei­ni­gung müs­sen im Sin­ne der Kun­den auf­ein­an­der abge­stimmt wer­den.“

Das Reinraum Monitoring System

Das Moni­to­ring Sys­tem, das Briem ent­wi­ckelt hat, sorgt für eine kon­ti­nu­ier­li­che Über­wa­chung ver­schie­de­ner Para­me­ter im Rein­raum. Dazu gehö­ren Raum­druck, Tem­pe­ra­tur, Luft­feuch­tig­keit, Par­ti­kel­kon­zen­tra­ti­on oder auch Luft­strö­mun­gen. Die Para­me­ter kön­nen je nach Anfor­de­run­gen des Rein­raums indi­vi­du­ell über­wacht wer­den. Zum einen nach den Vor­ga­ben der Nor­men und Richt­li­ni­en, zum ande­ren auch nach den oft dar­über hin­aus­ge­hen­den Stan­dards der Kun­den.

Mat­thi­as Alber erläu­tert. „Wir bie­ten ein umfang­rei­ches und ganz­heit­li­ches Moni­to­ring, das alle rele­van­ten Umge­bungs- und Pro­zess­pa­ra­me­ter über­wa­chen kann. Die lücken­lo­se Auf­zeich­nung und Doku­men­ta­ti­on der Umge­bungs­pa­ra­me­ter wird für Rein­raum Betrei­ber immer wich­ti­ger.“ Die Unter­neh­men kön­nen so nach­wei­sen, dass wäh­rend der Pro­duk­ti­on alle Umge­bungs­wer­te in Ord­nung waren. Damit dient das Rund-um-die-Uhr-Moni­to­ring der Pro­zess- und Pro­dukt­si­cher­heit.

Um den ver­schie­de­nen Pha­sen im Pro­duk­ti­ons­pro­zess gerecht zu wer­den, kann das Rein­raum-Moni­to­ring in ver­schie­de­nen Pro­fi­len gefah­ren wer­den. Dazu zählt auch ein Pro­fil für die Rei­ni­gung. In die­sem Pro­fil sind spe­zi­el­le Grenz­wer­te für die Rei­ni­gung hin­ter­legt um unnö­ti­ge Fehl­alar­me zu ver­mei­den.

Hygienc Design

Ent­schei­dend für die Rei­ni­gung ist das „Hygie­nic Design“ der tech­ni­schen Ein­rich­tung im Rein­raum. Alle Anzei­gen­in­stru­men­te wer­den als glat­te Ele­men­te flä­chen­bün­dig in die Rein­raum­wand inte­griert. So blei­ben kei­ne Kan­ten, Spal­ten oder Über­gän­ge, in denen sich Par­ti­kel sam­meln kön­nen. Die bün­di­gen Flä­chen kön­nen ein­fach und effi­zi­ent gerei­nigt wer­den.

Alle Ober­flä­chen der ver­bau­ten Gerä­te müs­sen außer­dem resis­tent sein gegen Rei­ni­gungs- und Des­in­fek­ti­ons­mit­tel. Die­se Bestän­dig­keit wur­de von Briem in umfang­rei­chen Tests an den Gerä­ten nach­ge­wie­sen.

Einen beson­de­ren Rei­ni­gungs­schutz benö­ti­gen die Par­ti­kel­zäh­ler und Strö­mungs­sen­so­ren. Die­se sehr sen­si­blen Mess­ge­rä­te wer­den des­halb eigens durch Null­fil­ter und Abde­ckung geschützt. Auch die Anzei­gen- und Bedien­fel­der sind mit einer beson­de­ren Rei­ni­gungs­schutz­funk­ti­on aus­ge­stat­tet und dadurch gegen Fehl­be­die­nung gesi­chert. So wird ver­hin­dert, dass das Rei­ni­gungs­per­so­nal wäh­rend der Rei­ni­gung ver­se­hent­lich die Ein­stel­lun­gen der Mess­ge­rä­te ver­än­dert.

Reinraum Reinigung

Die Kunst ist, defi­nier­te Pro­zes­se zu imple­men­tie­ren, um die nicht sicht­ba­ren Par­ti­kel und Mikro­or­ga­nis­men zu rei­ni­gen“, erklärt Timo Speck. Dazu gehö­ren grund­le­gen­de Vor­ga­ben, etwa, dass das Per­so­nal pro­zess­si­cher arbei­tet und die ein­ge­setz­ten Pro­duk­te Rei­ni­gungs­mit­tel für die jewei­li­ge Rein­raum­klas­se geeig­net sind. Die hohen Anfor­de­run­gen das Per­so­nal im Bezug auf Pro­zess­si­cher­heit, wer­den durch auf­wen­di­ge, regel­mä­ßi­ge Schu­lun­gen und Pra­xis­trai­nings gewähr­leis­tet. In den Pra­xis­trai­nings ler­nen die Mit­ar­bei­ter auch den Umgang mit sen­si­bler Mess­tech­nik, hier­zu wur­den im Schu­lungsrein­raum der Fir­ma Mikro­clean sämt­li­che rele­van­te Mess­ge­rä­te aus dem Hau­se Briem instal­liert.

Die Erfah­run­gen der bei­den Unter­neh­men zei­gen, dass sen­si­ble Mess­tech­nik und mecha­ni­sche Rei­ni­gung kei­nes­wegs im Wider­spruch ste­hen, son­dern gut zu ver­ei­ni­gen sind. Timo Speck: „Für die Kun­den kom­bi­nie­ren wir High­tech-Moni­to­ring mit einem pro­fes­sio­nel­len Rei­ni­gungs­stan­dard und errei­chen dadurch höchs­te Pro­zess- und Pro­dukt­si­cher­heit.“