Bosch Packaging Technology stellte auf der Achema seinen neu entwickelten Gefriertrockner vor. Die Lyophilisierungsanlage eignet sich für die Stabilisierung von thermolabilen und empfindlichen Wirkstoffen, wie onkologischen Arzneien, Impfstoffen oder Antikörpern. Die Entwicklung stammt von der österreichischen Bosch-Tochter Schoeller-Bleckmann Medizintechnik (SBM) und vervollständigt die Bosch Linienkompetenz im Bereich pharmazeutischer Flüssigkeiten. Dank seines modularen Konzepts ist der GMP-konforme Gefriertrockner sowohl für die Produktion kleiner Mengen für klinische Studien als auch für mittlere Produktionschargen geeignet.

Zuverlässige Stabilisierung von Arzneimitteln

Während der Gefriertrocknung wird den Arzneimitteln über den Weg der Sublimation Wasser entzogen, ohne jedoch ihre ursprünglichen Eigenschaften zu beeinträchtigen. Je nach Produkt lässt sich die Haltbarkeit so um ein Vielfaches steigern. Durch die Zugabe von sterilem Wasser kann der trockene, poröse Lyo-Kuchen später unmittelbar vor der Anwendung schnell und einfach rekonstituiert werden.

Optimales Stellflächendesign

„Bei der Entwicklung der Anlage haben wir großen Wert auf ein optimales Raumdesign gelegt, um Prozess- als auch Reinigungszeiten so effektiv wie möglich zu gestalten. Dabei stand ebenso die Energieeffizienz im Vordergrund“, erklärt Annabel Madero, Produktmanagerin bei SBM. So entstanden die Produktstellflächen etwa mittels Laserschweißtechnologie, wodurch ein kontrollierter, automatisierter und wiederholbarer Herstellungsprozess der Stellflächen ermöglicht wird. Dies ist wiederum entscheidend für eine konstante und sichere Produktqualität. Zusätzlich wurde das Gewicht der Produktstellflächen im Vergleich zu alternativen Herstellverfahren reduziert, da dünnere Bleche zum Einsatz kommen. Dank des geringeren Gewichts muss nun weniger Masse gekühlt und geheizt werden, was sich positiv auf den Energieverbrauch auswirkt.

Hohe Flexibilität

Der Gefriertrockner ist so konzipiert, dass Kunden unterschiedliche Behältnisgrößen und -formate in der Anlage platzieren können. „Die Stellflächen im Innenraum haben variable Abstände. Dank unserer patentierten Double Shelf Interdistance-Technik können Kunden flexibel zwischen einfachem oder doppeltem Abstand bei den Einschubhöhen wählen, um keinen Platz zu verschwenden. Somit lässt sich der Raum im Gefriertrockner stets optimal nutzen – egal ob höhere oder kleine Behältnisse zum Einsatz kommen.“ Um auf die individuellen Layoutsituationen von Kunden flexibel reagieren zu können, wurden die unterschiedlichen Anlagebaugruppen, wie etwa die Vakuumeinheit oder das Kühlsystem, in Module unterteilt.