Als Partner der Pharma- und Biotechunternehmen konkretisiert Vetter für die Herstellung lebensverbessernder Medikamente seine Klimastrategie: Bis 2034 will das Unternehmen die absoluten Treibhausgasemissionen um 58,8 Prozent (Basisjahr 2021) senken. Ein zentraler Hebel dafür ist die kontinuierliche Umstellung auf erneuerbare Energien.
Ab 2027 bezieht der Pharmadienstleister am Produktionsstandort Ravensburg Süd in Mariatal Biomethan direkt von einem regionalen Energieunternehmen in Horgenzell. „Der große Vorteil von Biomethan ist die Kompatibilität mit der bestehenden technischen und Erdgasinfrastruktur. Wir können direkt starten, ohne neue Leitungen zu legen“, erklärt Gabriel Fischer, Teamleiter Environment Health & Safety/EHS Management Systeme. 2025 deckte das Pharmaunternehmen bereits 11 Prozent seines Erdgasbedarfs mit Biomethan und senkte so seine Emissionen um über 1.000 Tonnen CO2. Bis 2029 soll der Anteil von Biomethan im Energieportfolio auf rund 22 Millionen kWh steigen.
Neben Biomethan setzt das Unternehmen bei der Energiegewinnung auch auf Photovoltaik: Rund 22 Prozent des Strombedarfs am Standort Ravensburg West werden bereits durch Strom aus eigenen Photovoltaikanlagen gedeckt. Durch den Rückbau einer Parkfläche konnten Vetter kürzlich nicht nur Raum für neue PV-Anlagen schaffen, der Bereich wurde außerdem zu einer naturnahen Wiesenfläche umgestaltet. Er bietet einen attraktiven Lebensraum für Insekten und verbessert das Mikroklima. Zudem entlasten die Wiesenflächen bei Starkregen die Kanalisation, weil das Regenwasser direkt versickern kann. Aktuell plant Vetter den weiteren Ausbau von Photovoltaik-Kapazitäten und prüft perspektivisch auch den Einsatz von Wasserstofftechnologien.
Neben konkreten Maßnahmen wie Photovoltaik und Biomethan verpflichtet sich das Unternehmen zu messbaren Emissionsreduktionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Mitte 2025 hat die Science Based Targets Initiative (SBTi) die umfangreichen Klimaziele offiziell validiert. Zudem erreicht der Pharmadienstleister im aktuellen EcoVadis-Ranking erneut den Platin-Status und gehört zu den besten 1 Prozent weltweit.










