Mit einer neu­ar­ti­gen Greif­tech­no­lo­gie für Leicht­bau­ro­bo­ter, die ohne zusätz­li­chen Ener­gie­ein­satz Objek­te hal­ten kann, begeis­ter­te OnRo­bot A/S die Jury genau­so wie das Publi­kum bei der Ver­lei­hung des Robo­tics Awards 2019 . Am Diens­tag der Han­no­ver Mes­se hat­ten sich zum neun­ten Mal in Fol­ge Exper­ten und Fans der Robo­tik im Forum Auto­ma­ti­on zusam­men­ge­fun­den, um beson­ders inno­va­ti­ve Robo­tik-Lösun­gen zu fei­ern. In Ver­tre­tung für den Schirm­herrn Bernd Althus­mann, Nie­der­sach­sens Wirt­schafts­mi­nis­ter, kam des­sen Amts­kol­le­ge Finanz­mi­nis­ter Rein­hold Hil­bers, um den mit 10 000 Euro dotier­ten Preis zu über­ge­ben.

Der Gecko Grip­per von OnRo­bot aus dem däni­schen Oden­se nutzt eine Haft­tech­nik, die der Gecko mit sei­nen Füßen vor­macht. Durch Mil­lio­nen klei­ner Här­chen ent­wi­ckeln sich beim Kon­takt mit einem Objekt soge­nann­te Van-der-Waals-Kräf­te, aus denen wie­der­um eine Adhä­si­ons- und Scher­haf­tung ent­steht. Der Effekt: Der Grei­fer hält Objek­te, ohne dass ein wei­te­rer Kraft- und Ener­gie­auf­wand nötig ist. Lösen lässt sich der Greif­vor­gang durch leich­tes Kip­pen der Hal­te­flä­chen.

Zahl­rei­che Unter­neh­men und Insti­tu­tio­nen aus dem In- und Aus­land hat­ten sich mit robo­ter­ge­stütz­ten Lösun­gen im Bereich indus­tri­el­le Auto­ma­ti­sie­rung, mobi­le Robo­ter und auto­no­me Sys­te­me um den renom­mier­ten Robo­tics Award 2019 bewor­ben. Drei von ihnen hat­ten es ins Fina­le auf der Han­no­ver Mes­se geschafft. Auf Platz zwei lan­de­te ein gemein­sa­mes Pro­jekt der for­wardttc GmbH mit der Kuka AG. Dabei han­delt es sich um einen kos­ten­güns­ti­gen Lade­as­sis­ten­ten für Elek­tro­au­tos im pri­va­ten und gewerb­li­chen Ein­satz. Der voll­au­to­ma­ti­sche Lade­vor­gang lässt sich per Fern­be­die­nung oder App steu­ern und kommt dank sei­ner Kom­pa­ti­bi­li­tät mit ver­schie­de­nen Lade­leis­tun­gen und Lade­sys­te­men für alle Elek­tro­fahr­zeu­ge im Pkw-Bereich infra­ge. Über­trag­bar ist der Lade­pro­zess auch auf neue Treib­stof­fe wie etwa Was­ser­stoff. Platz drei ging in die­sem Jahr an Mas­kor. Das Insti­tut für Mobi­le Auto­no­me Sys­te­me und Kogni­ti­ve Robo­tik der Fach­hoch­schu­le Aachen war mit dem auto­no­men Feld­ro­bo­ter Eta­rob ange­tre­ten. Die­ser ist spe­zia­li­siert auf wirt­schaft­li­che Unkraut­re­gu­lie­rung in ver­schie­de­nen Gemü­se­kul­tu­ren. Im Gegen­satz zu ande­ren Lösun­gen am Markt kann Eta­rob frei in einer unstruk­tu­rier­ten Umge­bung navi­gie­ren, Hin­der­nis­sen aus­wei­chen und Unkraut mit­samt den Wur­zeln aus dem Boden holen.

Den Robo­tics Award ver­leiht die Han­no­ver Mes­se gemein­sam mit der Robo­ta­ti­on Aca­de­my und dem Kon­ra­d­in Ver­lag.