Auf der Interpack 2026 in Halle 16, Stand F54–F55, zeigt die OPTIMA packaging group neben weiteren Highlights innovative Lösungen für die sichere Umsetzung der Anforderungen des EU-GMP-Annex 1. Im Mittelpunkt stehen dabei Regulierung, Sicherheit und Automatisierung – zentrale Themen für die aseptische Produktion in der Pharmaindustrie.
Die Anforderungen des EU-GMP-Annex 1 verändern aseptische Herstellungsprozesse nachhaltig. Gefordert sind höhere Prozesssicherheit, konsequente Automatisierung sowie eine lückenlose Überwachung aller kritischen Produktionsschritte. Auf der Messe wird gezeigt, wie sich diese regulatorischen Anforderungen praxisnah umsetzen lassen – von vollintegrierten Monitoring-Systemen über automatisierte Linearsortierung bis hin zu Annex-1-konformem Rüsten und Realtime Monitoring. Die präsentierten Exponate verdeutlichen, wie gezielte Automatisierung und durchdachte Anlagenkonzepte regulatorische Compliance mit hoher Effizienz verbinden.
Reinraum-Monitoring
Das Reinraum-Monitoring ist ein zentraler Bestandteil aseptischer Herstellung und spielt eine entscheidende Rolle bei der Erfüllung der Annex-1-Vorgaben. Eine durchgängige Automatisierung ist dabei unverzichtbar, um Prozesssicherheit dauerhaft zu gewährleisten und Risiken frühzeitig zu erkennen.
Das vollintegrierte Environmental Monitoring System (EMS) kombiniert die PHU passive (Petri-Dish Handling Unit passive), die PHU active sowie das Particle Monitoring System (PMS) zu einem abgestimmten Gesamtsystem. Alle Prozesse sind intelligent miteinander vernetzt und ermöglichen eine lückenlose Überwachung der Reinraum- und Produktionsumgebung.
Durch diese Systemintegration werden Maschinenverfügbarkeit und Prozessstabilität erhöht, während gleichzeitig Kontaminationsrisiken deutlich reduziert werden. Darüber hinaus schafft das EMS die Grundlage für eine zukunftssichere Digitalisierung der Reinraum- und Produktionsprozesse und unterstützt Unternehmen dabei, regulatorische Anforderungen nachhaltig und effizient zu erfüllen.
Linearsortierung
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Stopfenzuführung, die gezielt auf die Anforderungen des Annex 1 ausgerichtet wurde. Die moderne Linearsortierung reduziert manuelle Eingriffe erheblich und minimiert dadurch das Risiko von Kontaminationen. Gleichzeitig bietet das System maximale Formatflexibilität für moderne Fill-&-Finish-Prozesse.
Besonders im Fokus steht das integrierte Stopper-Interventionssystem, das auf KI-gestützter Bilderkennung basiert. Falsch ausgerichtete Stopfen werden zuverlässig identifiziert und automatisch erkannt. Anschließend wird der optimale pharmagerechte Lösungsweg des Roboters mittels autonomer Bahnplanung im Voraus berechnet. Dadurch lassen sich Eingriffe sicher, reproduzierbar und effizient durchführen – bei gleichzeitig maximalem Produktschutz.
Mit diesen Lösungen zeigt das Unternehmen auf der Interpack 2026, wie moderne Pharma-Produktion den steigenden regulatorischen Anforderungen gerecht werden kann. Automatisierung, intelligente Überwachungssysteme und validierbare Prozesse schaffen die Grundlage für mehr Sicherheit, höhere Effizienz und langfristige Zukunftsfähigkeit in der aseptischen Herstellung.









