Biopharmazeutische Herstellung

Merck hat eine Podiumsdiskussion anlässlich der 72. Jahrestagung der Weltgesundheitsversammlung (World Health Assembly) in Genf, Schweiz, veranstaltet. Unter dem Thema „Niemanden zurücklassen: von der Philanthropie zu nachhaltigen Gesundheitslösungen. Wie kann dezentrale Herstellung Teil eines integrierten Ansatzes zur Bewältigung von NTDs sein und eine flächendeckende Gesundheitsversorgung voranbringen?“ diskutierten einige der weltweit bedeutendsten Gesundheits- und Politikexperten.

„Merck setzt alles daran, die Forschung und Entwicklung zur Eliminierung von vernachlässigten und neu auftretenden Krankheiten voranzutreiben. Hierzu zählt auch Bilharziose, eine der häufigsten und verheerendsten parasitären Erkrankungen in tropischen Ländern, an denen mehr als 280.000 Menschen jährlich sterben“, sagte Dr. Udit Batra, CEO Life Science, und Mitglied der Geschäftsleitung von Merck. „Ebenso wie die Weltgesundheitsorganisation wollen wir diese globalen Herausforderungen bewältigen und eine bessere Lebensqualität ermöglichen.“

Das Podium diskutierte über die Bedeutung der dezentralen Herstellung als eine Strategie, um das Problem des Zugangs zu Medikamenten und Biologika anzugehen und NTDs zu bewältigen. Angaben der WHO zufolge ist die Herstellung von Gesundheitstechnologien ein Ziel von öffentlichen Vertretern in Entwicklungsländern weltweit. Dabei arbeiten sie mit Partnern aus dem privaten Sektor zusammen, um Produktionskapazitäten aufzubauen.

„Sowohl von unseren Partnern als auch von Regierungen wissen wir, dass ein starker Wunsch besteht, die Herstellung von Biopharmazeutika näher an die Patienten zu bringen, wo auch immer sie leben. So sollen Risiken in der Lieferkette verringert, auf endemische Krankheiten reagiert und zu vertretbaren oder wettbewerbsfähigen Kosten produziert werden“, sagte Batra. „Einweg- und Bioprocessing-Lösungen von heute helfen dabei, diese Bestrebungen möglich zu machen. Wir stehen bereit, um Regierungen und Hersteller bei der Weiterentwicklung ihrer dezentralen biopharmazeutischen Herstellungsinfrastruktur zu unterstützen, damit Patienten einen besseren Zugang zu lebensrettenden Biologika und Biosimilars erhalten.”

Seit 2007 unterstützt Merck die WHO bei der Bekämpfung von Bilharziose in Afrika. Die bisher wirksamste Behandlung für die Krankheit ist Cesol 600, eine Tablette, die den gut verträglichen Wirkstoff Praziquantel enthält. Merck stellt die Tabletten in seinem Werk in Mexiko her und übernimmt die anfallenden Kosten für die Logistik und den Transport nach Afrika. Die WHO wiederum steuert, überwacht und dokumentiert deren Verteilung auf lokaler Ebene.

Die Firma unterhält bedeutende Kooperationen mit führenden Universitäten und Forschungsinstituten, um die Impfstoffindustrie insgesamt voranzubringen. Dazu zählen das Baylor College of Medicine und das Jenner Institute der Oxford University.

das Unternehmen hat zwei separate Kooperationen mit dem Baylor College of Medicine, eine über den Unternehmensbereich Life Science und eine zweite über den Unternehmensbereich Healthcare. Im Jahr 2017 schloss der Unternehmensbereich Life Science eine strategische Allianz mit Baylor, um die Forschung und Entwicklung von Impfstoffen für vernachlässigte und neu auftretende Infektionen voranzutreiben. Ebenfalls 2017 begann der Unternehmensbereich Healthcare eine Zusammenarbeit mit dem Australian Institute of Tropical Health and Medicine (James Cook University, Queensland) und Baylor, um neue Biomarker für die Entwicklung von Impfstoffen und Diagnostika für die Bilharziose zu entwickeln.