Das Arbei­ten unter Rein­raum­be­din­gun­gen ist in der Elek­tro- und Medi­zin­tech­nik sowie der Phar­ma-, Lebens­mit­tel- und Halb­lei­ter­indus­trie über­wie­gend selbst­ver­ständ­lich. Durch den ver­mehr­ten Ein­satz von Mikro­elek­tro­nik im Auto­mo­tiv­be­reich und die dadurch stei­gen­den Anfor­de­run­gen an die Tech­ni­sche Sau­ber­keit, wird der Rein­raum zukünf­tig aber auch die Auto­mo­bil­in­dus­trie und deren Zulie­fe­rer immer stär­ker durch­drin­gen. Der Rein­raum erlaubt die Fer­ti­gung und Ver­pa­ckung hoch tech­ni­sier­ter oder beson­ders sen­si­bler Pro­duk­te und bie­tet eben­falls Umge­bungs­be­din­gun­gen für wei­te Tei­le der For­schung und Ent­wick­lung.

Die Defi­ni­ti­on von Rein­raum ist ein Raum, in dem die Kon­zen­tra­ti­on luft­ge­tra­ge­ner Teil­chen kleinst­mög­lich gehal­ten wird. Die Rein­heit der Luft wird nach Rein­heits­klas­sen klas­si­fi­ziert und die Aus­stat­tung eines Rein­raums muss den emp­find­li­chen Anfor­de­run­gen der jewei­li­gen Par­ti­kel­rein­heits­klas­se ent­spre­chen. Dem­nach müs­sen Spal­ten, Löcher und raue Ober­flä­chen ver­mie­den wer­den, um Par­ti­kel­ab­la­ge­run­gen bes­ser ent­fer­nen zu kön­nen und somit Ver­un­rei­ni­gun­gen zu redu­zie­ren.

Kon­struk­tio­nen, wie Maschi­nen­ge­stel­le, Schutzum­hau­sun­gen, Arbeits­plät­ze oder Arbeits­büh­nen müs­sen in einer rein­raum­ge­rech­ten Umge­bung die der Rein­heits­klas­se ent­spre­chen­den Anfor­de­run­gen erfül­len. Hier­für bie­tet mk ein umfang­rei­ches Port­fo­lio an Rein­raum­pro­fi­len und ent­spre­chen­dem Zube­hör an.

Aluminium-Reinraumprofile

Die Rein­raum­pro­fi­le von mk haben eine glat­te und ebe­ne Ober­flä­che, wodurch Schmutz­an­samm­lun­gen ver­hin­dert wer­den. Bei Ver­bin­dun­gen der Pro­fi­le unter­ein­an­der, ist durch den bei mk übli­chen Kan­ten­ra­di­us von nur 1 mm, ein glat­ter Über­gang nahe­zu ohne Lücken oder Spal­ten gege­ben. Durch das auf­ge­räum­te und glat­te Design hat eine Kon­struk­ti­on aus Rein­raum­pro­fi­len zudem den Vor­teil, dass sie sehr hoch­wer­tig und edel wirkt.

Eines der tra­di­tio­nell wich­tigs­ten Pro­dukt­merk­ma­le der Alu­mi­ni­um-Pro­fil­tech­nik ist die offen­lie­gen­de Sys­tem­nut. Sie ermög­licht den Inge­nieu­ren die nöti­ge Fle­xi­bi­li­tät für die Kon­struk­ti­on eines stu­fen­los anpass­ba­ren Pro­fil­ge­stells. Bei Rein­raum­pro­fi­len ist die­se Nut geschlos­sen, kann aber bei Bedarf teil­wei­se oder voll­stän­dig geöff­net wer­den. Anschlie­ßend kann die geöff­ne­te Nut zum Ein­satz von Ver­bin­dungs­ele­men­ten oder für die Befes­ti­gung von Anbau­tei­len genutzt wer­den.

Verbindungselemente

Um eine rein­raum­ge­rech­te Ver­bin­dung der Pro­fi­le unter­ein­an­der zu gewähr­leis­ten, muss ein Anschluss mög­lichst ohne äuße­re Stör­kon­tu­ren geschaf­fen wer­den. Sie muss gut zu rei­ni­gen sein und kei­ne unnö­ti­ge Ecken und Kan­ten für Par­ti­kel­ab­la­ge­run­gen bie­ten.

Der Rein­raum­ver­bin­der von mk ist hier­für opti­mal geeig­net. Er besteht aus Edel­stahl und ver­bin­det sau­ber und ver­dreh­si­cher Rein­raum­pro­fi­le der Serie 40. Die Ver­dreh­si­che­rung wird stirn­sei­tig in ein mit Gewin­de­ein­satz bestück­tes Pro­fil geklippt und im Gegen­pro­fil durch einen ø10 mm Bohr­ka­nal fest­ge­zo­gen. Die Boh­rung wird abschlie­ßend mit einem Stop­fen oder Auf­kle­ber sau­ber ver­schlos­sen.

Der Spann­ver­bin­der mit Druck­stück ist eben­so für die Nut­zung im Rein­raum geeig­net, da er nicht stirn­sei­tig in ein Pro­fil ein­ge­scho­ben wer­den muss. Er wird ein­fach in die geöff­ne­te Nut eines Rein­raum­pro­fils ein­ge­setzt und im Gegen­pro­fil durch einen ø10 mm Bohr­ka­nal fest­ge­zo­gen. Die Boh­rung wird eben­falls abschlie­ßend mit einem Stop­fen oder Auf­kle­ber ver­schlos­sen.

Verschlussprofile und Endkappen

Als Alter­na­ti­ve zu Rein­raum­pro­fi­len oder als nach­träg­li­che Lösung kann die Sys­tem­nut eines her­kömm­li­chen Pro­fils auch mit soge­nann­ten Ver­schluss­pro­fi­len abge­dich­tet wer­den. Dadurch wer­den eben­falls Schmutz­an­samm­lun­gen ver­hin­dert. Ver­schluss­pro­fi­le aus Alu­mi­ni­um sit­zen nach dem Ein­schla­gen bün­dig in der Nut. Ver­schluss­pro­fi­le aus ver­schie­den­far­bi­gem Kunst­stoff set­zen opti­sche Akzen­te oder geben Hin­wei­se auf die mög­li­cher­wei­se dar­un­ter befind­li­chen Ver­sor­gungs­lei­tun­gen.

Gurtförderer Reinraum GUF-R 2000

Um den Bau­kas­ten für eine rein­raum­ge­rech­te Fabrik­au­to­ma­ti­on zu ver­voll­stän­di­gen, beinhal­tet das Port­fo­lio auch ein zer­ti­fi­zier­tes Gurt­för­der­sys­tem für den Ein­satz in Rein­räu­men. Der Gurt­för­de­rer Rein­raum GUF-R 2000 wur­de auf Grund­la­ge des För­der­sys­tems GUF-P 2000 so opti­miert, dass eine mög­lichst gerin­ge Par­ti­kel­emis­si­on ent­steht. Außer­dem ver­ur­sacht der För­de­rer im Betrieb kaum Luft­ver­wir­be­lun­gen durch den Ein­satz eines ober­flä­chen­ge­kühl­ten Glatt­man­tel­mo­tors. Dank glat­ter und gro­ßer Flä­chen ist der För­de­rer beson­ders leicht zu rei­ni­gen. Das Sys­tem mit der Antriebs­aus­füh­rung AF wur­de vom Fraun­ho­fer Insti­tut IPA für die Luft­rein­heits­klas­se 4 nach DIN ISO 14644-01 zer­ti­fi­ziert. Dank sei­nes modu­la­ren Auf­baus und den elo­xier­ten Zube­hör­tei­len, wie Sei­ten­füh­rung oder Band­stän­dern ist der Gurt­för­de­rer viel­fäl­tig ein­setz­bar. Für den Auf­bau wer­den geschlos­se­ne Rein­raum­pro­fi­le der Serie 50 und Stell­fü­ße aus Edel­stahl ver­wen­det. Er lässt sich damit gut in bestehen­de Rein­räu­me inte­grie­ren.