Hausärzte stehen täglich mehrmals vor der Entscheidung, ob sie bei einer Infektion Antibiotika verschreiben sollen oder nicht. Wie eine aktuelle DocCheck Research-Umfrage zeigt, sind sie jedoch häufig unsicher, ob eine solche Behandlung im jeweiligen Falle gerechtfertigt ist. Moderne Messgeräte wie das AfinionTM 2 von Abbott, die eine rasche und präzise Testung des CRP-Wertes in der Praxis ermöglichen, können den Ärzten hierbei mehr therapeutische Sicherheit geben und so zu einer gezielteren Verordnung von Antibiotika beitragen.

Die zunehmende Verbreitung multiresistenter Erreger (MRE) ist eine der größten Herausforderungen für unsere künftige medizinische Versorgung. Hochrechnungen zufolge infizieren sich alleine in Deutschland jährlich knapp 55.000 Menschen mit solchen Keimen und 2.400 sterben daran. Ein wesentlicher Faktor für die Entwicklung mikrobieller Resistenzen ist die unnötige Verordnung von Antibiotika. So sind etwa Atemwegsinfekte der häufigste Grund für den Einsatz von Antibiotika – obwohl rund 90 % der Erkrankungen durch Viren verursacht werden. Oft wird die Entscheidung für einen Einsatz von Antibiotika aber auch prophylaktisch getroffen, z. B. wenn die Diagnose durch ein atypisches Krankheitsbild und gering ausgeprägte Symptome schwierig ist oder ein akuter Notfall
vorzuliegen scheint. Rasche Tests auf den Entzündungsmarker CRP direkt in der Hausarztpraxis
(Point-of-care, POC) könnten daher dazu beitragen, die Anzahl unnötiger Antibiotika-
Verordnungen zu senken und so einen verantwortungsvolleren Umgang mit diesen wichtigen
Medikamenten zu unterstützen.

Dies spiegelt sich auch in der Einschätzung von 150 Hausärzten im Rahmen einer von Abbott
initiierten Umfrage in Kooperation mit DocCheck Research wider, in der sie insbesondere den
Zugewinn an therapeutischer Sicherheit und eine bessere Gesprächsführung mit dem Patienten
als vorteilhaft ansahen. Der Umfrage zufolge waren sich die Ärzte im Schnitt bei fast einem
Viertel der Fälle (24 %) unschlüssig, ob eine antibiotikapflichtige Infektion vorlag oder nicht – ein
großes Problem, da 40 % der Befragten zudem angaben, täglich oder fast täglich von Patienten
aktiv auf eine Antibiotika-Verordnung angesprochen zu werden. Die direkte Feststellung der
CRP-Werte in der Praxis beinhaltete daher für die Ärzte gleich mehrere wesentliche Vorteile,
wobei die therapeutische Sicherheit (69 %), die Vermeidung unnötiger Antibiotika-Verordnungen
(69 %) sowie die effizientere Gesprächsführung (52 %) am häufigsten genannt wurden. Bei neun
von zehn Nutzern ambulanter CRP-Messungen sanken die Antibiotika-Verordnungen nach der Implementierung der Geräte, bei einem Drittel davon sogar deutlich.

Die Ergebnisse der Umfrage kann die Fachärztin für Innere Medizin Dr. med. Verena Gantner aus Muri, Schweiz, aufgrund eigener Erfahrungen bestätigen: „Mit der CRP-Testung haben wir ein sehr wirksames Diagnostikum zur Verfügung, um den Einsatz von Antibiotika gezielter zu bewerkstelligen. Mittlerweile brauchen wir den Test praktisch täglich mehrmals, weil er ein sehr nützliches Mittel für die Entscheidungsfindung der richtigen Behandlung ist. Der Patient versteht dann besser, warum er eine bestimmte Therapie erhält und ist wirklich zufrieden, auch wenn er unter Umständen, entgegen seiner Vorstellung zu Beginn, kein Antibiotikum erhält. Wir brauchen unsere Antibiotika auch in Zukunft – wir können es uns nicht leisten, dass Antibiotika ihre Wirkung verlieren.“

Aktuelle POC-Geräte können folglich die Therapieentscheidung im ambulanten Bereich erleichtern und so wesentlich zu einer rationaleren und fundierteren Verordnung von Antibiotika beitragen. Die moderne Technik der Geräte sorgt dafür, dass sie einfach und schnell in der Praxis implementiert werden können und effizientere Arbeitsabläufe ermöglichen.

Speziell für den Einsatz in Arztpraxen, Gesundheitszentren, Seniorenheimen oder Notfallambulanzen konzipiert, ist das AfinionTM 2 von Abbott kalibrierungs- und wartungsfrei und verfügt über ein integriertes Fehlererkennungssystem. Weitere Features sind ein LCD-Touchscreen, USB-Anschlüsse und die Möglichkeit der Anbindung an Labor- und Krankenhausinformationssysteme bzw. die Praxissoftware. Durch den Einsatz verschiedener Einmal-Testkassetten können neben dem CRP auch HbA1c, Lipid-Panel und der Albumin-Kreatinin-Quotient bestimmt werden. Der einfach durchführbare CRP-Test, der kein Laborpersonal erfordert, erfolgt mittels einer kleinen Kapillarblutprobe, deren Ergebnis nach drei Minuten vorliegt. Bei einer Gesamtungenauigkeit von <5 % weist der Assay eine ausgezeichnete Korrelation mit Standardlaborverfahren auf und verfügt über eine hohe Präzision im gesamten Messbereich.