Sicherheits- und Unfallvermeidungsvorschriften sind im Umgang mit Sauerstoff ( O2) zu beachten. Auch wenn Sauerstoff als Medium selbst nicht brennbar ist, so kann es in Verbindung mit einem brennbaren Stoff, wie beispielsweise Öl oder Fett, zu einer Selbstentzündung durch Reibungswärme, elektrostatische Entladung oder Funkenübersprung kommen.

Öl- und fettfrei

Unter dem Aspekt der Qualitätssicherung achtet SUCO bei der Auswahl seiner Lieferanten auf die Bereitstellung öl- und fettfreier Einzelteile, sowie deren Weiterverarbeitung.

Es kann produktionsseitig jedoch nicht 100% ausgeschlossen werden, dass vereinzelt Kleinstmengen an Schmierölen oder Hautfetten auf einem Werkstück haften bleiben. Da im Umgang mit Sauerstoff bereits geringste Öl- oder Fettrückstände ausreichen, um einen Brand oder eine Explosion zu verursachen, empfiehlt SUCO, im Umgang mit Sauerstoff oder anderen entzündlichen Luft-Gas-Gemischen ausschließlich plasmagereinigte Druckschalter und Transmitter einzusetzen.

Plasmagereinigte Produkte

Der Reinigungsprozess durch das  Plasmareinigungssystem in verschweißter Einzelverpackung stellt sicher, dass pro m² nicht mehr als 20 mg organischer Kohlenwasserstoff-Verbindungen nachweisbar sind. Der Reinheitsgrad von maximal 20 mg/m² entspricht der Stufe B in Anlehnung an ASTM G93-3:2004 (< 33 mg/m²) und wird regelmäßig durch ein DAkkS-akkreditiertes Institut überwacht.

Als Dichtungswerkstoff empfiehlt SUCO bei Sauerstoffanwendungen den Einsatz von EPDM-Dichtungen, die in einem Temperaturbereich von -30° bis +120°C eingesetzt werden können. Die Ausbrennsicherheit der EPDM-Dichtungen wurde durch das Bundesamt für Materialprüfung (BAM) in einem Prüfbericht bescheinigt.

Der maximal zulässige Druck bei Sauerstoffanwendungen variiert je nach Gehäusewerkstoff von 10 bar (verzinkter Stahl) über 35 bar (Messing), bis hin zu 250 bar (Edelstahl).

LABS-frei

Unter dem Akronym LABS versteh man „lackbenetzungsstörende Substanzen“ wie beispielsweise Schmiermittel, Öle, Fette oder Silikone. Während des Lackierprozesses können LABS Kontaminationen und Beschichtungsfehler – sogenannte Krater – verursachen, und damit die Qualität, Langlebigkeit der Lackierung beeinträchtigen. Aus diesem Grund unterliegen die Lackierprozesse von Fahrzeug- und Motorenhersteller oftmals strengen Anforderungen.

Durch eine längere Prozessdauer und die Verwendung von LABS-freien Handschuhen und PE-Beuteln kann durch das neue Plasmareinigungssystem von SUCO ebenfalls die Reinheitsstufe „Plasmagereinigt für LABS-freie Anwendungen“ und somit LABS-Konformität gemäß Einheitsblatt VDMA 24364 erreicht werden.