Vakuum spielt in chemischen und pharmazeutischen Prozessen eine essenzielle Rolle. Ob bei der Vakuumförderung, der Inertisierung, bei Destillations- oder Trocknungsprozessen, überall wird Vakuum eingesetzt, um die Prozesse sicherer, schneller und wirtschaftlicher zu machen oder diese überhaupt erst zu ermöglichen. Mitte der 1990-er Jahre brachte die Firma Busch Vacuum Solution mit der COBRA die erste Schrauben-Vakuumpumpe auf den Markt. Der große Unterschied zu den damals bekannten Vakuumpumpen lag darin, dass Schrauben-Vakuumpumpen keine Betriebsmittel zur Verdichtung des Prozessgases benötigen. Man spricht deshalb von der „trockenen” Schrauben-Vakuumpumpe. Die trockene Schrauben-Vakuumtechnologie ist in der Chemie und Pharmazie inzwischen ebenfalls weit verbreitet.

Je nach Prozessgas, kann die Vakuumpumpe bestimmten Risiken ausgesetzt werden. Deshalb ist es wichtig, dass die Prozessgase ausreichend bekannt sind, um diese Risiken zu minimieren. Oft sind verschiedene Komponenten notwendig, die saugseitig oder druckseitig installiert werden können, um das Prozessgas zu fördern ohne dass die Vakuumpumpe Schaden nimmt. Man spricht dann von einem , das auch aus mehreren Vakuumpumpen bestehen kann. Zum sicheren Betrieb des Vakuumsystems gilt es, dieses vor Korrosion und Ablagerungen durch Kristallisation oder Polymerisation zu schützen, sowie die Materialbeständigkeit zu erhöhen.

Zum Schutz des Vakuumsystems beziehungsweise der einzelnen Vakuumpumpen vor Korrosion können verschiedene Maßnahmen wirksam sein. Die erste Möglichkeit besteht darin, zu verhindern, dass korrosive Stoffe in das Innere der Vakuumpumpe gelangen können. Die zweite Möglichkeit Korrosion zu vermeiden ist, das Prozessgas in der Gasphase zu halten. Eine dritte Möglichkeit ist die Nutzung von kompatiblen Materialien bei der Vakuumpumpe. Bei COBRA Schrauben-Vakuumpumpen sind beispielsweise alle prozessberührenden Teile standardmäßig aus Kugelgraphitguss gefertigt und mit einer speziellen Beschichtung versehen, die meisten Chemikalien beständig ist.

Schrauben-Vakuumpumpen sollten immer mit einem Saugsieb im Ansaugstutzen oder einem Ansaugfilter betrieben werden. Dieser soll verhindern, dass Partikel in das Pumpeninnere gelangen. Bedingt durch die präzise Fertigung von Schrauben-Vakuumpumpen mit den damit verbundenen kleinen Spalten und Toleranzen ergibt sich eine gewisse Empfindlichkeit gegenüber eingetragenen Partikeln. Trockene Schrauben-Vakuumpumpen werden vor allem in der Pharmaindustrie oft in Verbindung mit Partikeltrocknern eingesetzt. Eine gewisse Anzahl solcher Partikel können die Vakuumpumpe zusammen mit dem Prozessgas problemlos passieren oder nach Prozessende ausgespült werden. Dennoch empfiehlt es sich entsprechende Vorkehrungen zu treffen, um ein regelmäßiges Ansaugen von Partikeln zu verhindern.

Vakuumpumpen und -systeme in chemischer Umgebung müssen dicht sein, damit keine Umgebungsluft eindringen und ein explosionsgefährdetes Gasgemisch erzeugen kann oder toxische oder explosive Gase entweichen können. Busch Vacuum Solutions hat ein dynamisches Dichtungskonzept für rotierende Wellendurchführung der COBRA Schrauben-Vakuumpumpen vom TÜV SÜD gemäß der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) zertifizieren lassen. Diese Dichtungen gelten als technisch dicht.

COBRA Schrauben-Vakuumpumpen von Busch können mit verschiedenen Dichtungssystemen, diversen Beschichtungen und entsprechendem Zubehör praktisch für jede Chemikalie kompatibel konfiguriert werden. Außerdem stehen für COBRA Schrauben-Vakuumpumpen unterschiedliche ATEX-Ausführungen nach der EU-Richtlinie 2014/34/EU zur Verfügung. Auch Versionen anderer nationalen Explosionsschutzrichtlinien sind verfügbar. Somit können diese Vakuumpumpen weltweit auch in explosionsgefährdeten Bereichen und zur Förderung explosiver Gase und Dämpfe eingesetzt werden. Flammensperren können bei Bedarf ebenfalls integriert werden.