Die Kontaktinfektion mit Viren, Pilzen und Bakterien ist nicht erst seit Corona ist ein Problem. Seit Jahren schon breiten sich vor allem in Kliniken Bakterien mit großer Resistenz gegenüber gängigen Antibiotika-Therapien aus. Diese Infektionen entwickeln sich nicht nur im Gesundheitswesen zu einem ernsten Problem, auch Alten- und Pflegeheime, Kindergärten und Schulen sowie Lebensmittelhersteller – gefolgt von landwirtschaftlichen Betrieben mit Massentierhaltung gehören zu den Risikobereichen. Ein Teil des Wegs aus dieser Problematik führt über Oberflächen, mit denen Menschen in Kontakt kommen – also Griffe, Knöpfe, Schalter, Stecker, Taster, Arbeitsflächen, Tastaturen und sogar Touch-Screens. Hier können sich Bakterien, Pilze sowie Viren ansiedeln, einen wachstumsbegünstigenden Biofilm aufbauen und schließlich auf die nächsten Nutzer überspringen. Es gilt also, diese im Grunde simplen Übertragungswege zuverlässig zu unterbrechen. Je keimärmer Flächen sind, umso geringer ist das Infektionsrisiko.

 

Häufiges Reinigen und Desinfizieren ist eine Lösung, die aber fehlerbehaftet ist und problematisch Lücken aufweisen kann. Weit wirksamer und zuverlässiger hingegen sind Oberflächen mit antimikrobieller Wirkung. Dabei werden angetragene Keime selbstständig deaktiviert und an der Übertragung gehindert – und das über lange Zeiträume. Diesem gesellschaftlich relevanten Thema hat sich Ganter bereits vor Jahren angenommen, eine ganze Reihe von Normelementen antibakteriell ausgerüstet und in der Produktfamilie Sanline zusammengefasst. Die unterschiedlichen Handhabungs-Elemente – Knöpfe, Klemm-hebel, Bügelgriffe und Flügelmuttern – nutzen zwei verschiedene Wirkprinzipien. Kunststoffe werden mittels speziellen Additiven mit Silberionen ausgerüstet, für Metallteile wiederum stehen Pulverbeschichtungen auf Zinkmolybdat-Basis zur Verfügung.

 

Beide Prinzipien zerstören die Zellwände der Mikroorganismen und töten sie dadurch ab. Für Menschen ist der Kontakt mit solchermaßen aktivierten Oberflächen absolut unbedenklich. Besonders interessant ist das als Additiv verfügbare Zinkmolybdat. Mit Hilfe der Luftfeuchtigkeit bildet sich auf den Oberflächen – ähnlich wie bei der menschlichen Haut – ein Säuremantel mit einem pH-Wert von etwa 4,5 aus. Die vorhandenen Säure-Protonen durchdringen die Zellmembran des Keims und zerstören diesen kurzerhand. Beide Prinzipien wirken auch bei häufigen Reinigungen über lange Zeit. Wichtig: Sie ersetzen weder die Reinigung noch die Desinfektion, unterstützen deren Wirkung aber nachhaltig.