Die Steuerung komplexer und hybrider Produktionsprozesse erforderte bislang häufig den Einsatz von zwei Manufacturing Execution Systemen (MES). Dies führte in vielen Fällen zu Medienbrüchen und einer uneinheitlichen Datenbasis. MPDV löst dieses Problem und stellt mit HYDRA X for Process ein modulares Plattform-Konzept vor. Es bildet die Produktionsabläufe aus Prozessindustrie und diskreter Fertigung erstmals durchgängig und konsistent ab. Damit reagiert der Fertigungs-IT-Spezialist auf die in beiden Produktionswelten gestiegenen Anforderungen.
Den Grundstein hat das Untrenehmen mit der Integration des Prozess-Spezialisten Felten bereits vor rund einem Jahr gelegt. Das MES ist die logische Weiterentwicklung von zwei Produktionssegmenten unter einem Dach. Für Fertigungsunternehmen vereinfachen sich die Prozessabläufe dadurch enorm: Alle Prozesse wie etwa Verwiegen, Dosieren, Mischen, Abfülle und Verpacken werden nun gleichermaßen in einem System abgebildet. Medienbrüche und inkonsistente Daten gehören damit der Vergangenheit an. Zudem sind Fertigungsbetriebe in der Lage chargenbasierte Vorgänge, wie in den Branchen Pharma, Feinchemie und Food üblich, präzise darzustellen. Dank dem 2in1-Konzept minimieren sich Integrationsaufwände und betriebliche Risiken.
Das Plattform-Konzept kommt zu einem Zeitpunkt auf den Markt, in dem viele Unternehmen mit strukturellen Hindernissen zu kämpfen haben. IT-Leiter und ihre Mitarbeiter sind mit historisch gewachsenen IT-Landschaften und isolierten Insellösungen konfrontiert. Die Folge: Systeme können nicht miteinander kommunizieren, da die gemeinsame Datenbasis dafür fehlt. Damit das ansatzweise funktioniert, mussten IT-Verantwortliche einen hohen Aufwand für Integration und Wartung betreiben.
Vor diesem Hintergrund spielt das Plattform-Konzept eine besondere Rolle. Das 2in1-System schafft Datentransparenz und erweitert die klassischen MES-Strukturen flexibel und herstellerunabhängig. Verantwortlich dafür ist die Manufacturing Integration Platform (MIP), eine Integrations- und Datenebene, die Maschinen, Anlagen sowie übergeordnete IT-Systeme zu einer einheitlichen Architektur vernetzt. Die Vorteile:
- Legacy-Systeme lassen sich ohne grundlegende Systemumstellungen einbinden und erweitern
- Hohe Flexibilität durch eine offene Systemarchitektur
- Minimierter Integrations- und Wartungsaufwand
Damit komplexe Produktionsprozesse transparent erfasst werden können, bietet das Plattform-Konzept ein integriertes Workflow-Management. Es geht weit über die reine Prozessvisualisierung hinaus. Arbeitsabläufe lassen sich strukturiert modellieren, digital abbilden und automatisiert ausführen – von der Rohstoffbereitstellung über Misch- und Dosierprozesse bis hin zu Abfüllung und Verpackung.
Die prozessorientierte Steuerung stellt sicher, dass alle Schritte in der richtigen Reihenfolge, mit den passenden Parametern und unter Berücksichtigung definierter Qualitätsvorgaben erfolgen.
Shopfloor-Mitarbeitern steht damit ein Tool zur Verfügung, mit denen sie auf die steigenden Anforderungen von außen reagieren können. Denn sie sind mit immer strenger werdenden Regularien, lückenloser Rückverfolgbarkeit, volatilen Lieferketten und kleiner werdenden Losgrößen konfrontiert.
Die modulare Architektur ermöglicht es Unternehmen, ihre Fertigungs-IT schrittweise skalierbar weiterzuentwickeln – sowohl funktional als auch standortübergreifend.










