Eine neue, von DuPont Per­so­nal Pro­tec­tion in Auf­trag gege­be­ne Stu­die zur Bewer­tung der Leis­tungs­ei­gen­schaf­ten wie­der­ver­wend­ba­rer Rein­raum­be­klei­dung könn­te die in kon­trol­lier­ten Umge­bun­gen übli­che Pra­xis grund­le­gend ver­än­dern. Das in Form eines kos­ten­lo­sen White­pa­pers erhält­li­che Ergeb­nis bestä­tigt, dass wie­der­ver­wend­ba­re Schutz­klei­dung ihre Eigen­schaf­ten durch wie­der­hol­tes Waschen und Ste­ri­li­sie­ren bis zur Untaug­lich­keit ver­lie­ren kann, wobei dies für das blo­ße Auge oft nicht erkenn­bar ist.

Die Ergeb­nis­se könn­ten weit­rei­chen­de Fol­gen haben, vor allem für Men­schen, die in den Berei­chen Medi­zin­ge­rä­te, Phar­ma­zeu­tik, Bio­tech­no­lo­gie oder der For­schung beschäf­tigt sind. Schutz­klei­dung mit begrenz­ter Ein­satz­dau­er wie Tyvek Iso­Clean von DuPont kann dazu bei­tra­gen, das Kon­ta­mi­na­ti­ons­ri­si­ko zu ver­rin­gern und wird daher zukünf­tig eine immer wich­ti­ge­re Rol­le bei der Kon­ta­mi­na­ti­ons­prä­ven­ti­on spie­len.

Zur ste­ri­len und asep­ti­schen Her­stel­lung ein­ge­setz­te wie­der­ver­wend­ba­re Schutz­klei­dung unter­liegt wie­der­hol­ten Wasch- und Ste­ri­li­sa­ti­ons­zy­klen, z. B. durch Gam­ma­be­strah­lung. Infor­ma­tio­nen über die phy­si­ka­li­schen Eigen­schaf­ten lie­gen häu­fig nur für neue Rein­raum­be­klei­dung vor, wäh­rend Daten über die gesam­te Gebrauchs­dau­er gese­hen kaum zur Ver­fü­gung ste­hen. Die von DuPont durch­ge­führ­te Stu­die soll die­se Infor­ma­ti­ons­lü­cke schlie­ßen.

Dazu Jean-François Ten­eul, Glo­bal Busi­ness Mana­ger für den Bereich Con­trol­led Envi­ron­ments bei DuPont Per­so­nal Pro­tec­tion: „Die meis­ten Kon­ta­mi­na­tio­nen in asep­ti­schen Ver­ar­bei­tungs­be­rei­chen wer­den durch das in den Rein­räu­men beschäf­tig­te Per­so­nal ver­ur­sacht. Ein wich­ti­ges Kri­te­ri­um bei der Aus­wahl wie­der­ver­wend­ba­rer Beklei­dung für kon­trol­lier­te Umge­bun­gen ist ihr Ver­hal­ten über die geplan­te Gebrauchs­dau­er. Zudem muss Rein­raum­be­klei­dung nicht nur das Pro­dukt vor Kon­ta­mi­na­ti­on durch den Men­schen schüt­zen, son­dern auch den Men­schen vor dem Kon­takt mit gefähr­li­chen Che­mi­ka­li­en. Daher fan­den wir es an der Zeit, dass die­se Men­schen belast­ba­re Infor­ma­tio­nen erhal­ten, die ihnen die Aus­wahl der am bes­ten geeig­ne­ten Schutz­klei­dung erleich­tern.“

Ziel der von DuPont in Auf­trag gege­be­nen Stu­die war es, die Ver­än­de­rung der Eigen­schaf­ten von typi­scher­wei­se in Rein­räu­men ein­ge­setz­ter Schutz­klei­dung nach wie­der­hol­ten Wasch- und Gam­ma­be­strah­lungs­zy­klen auf­zu­zeich­nen. Die wis­sen­schaft­li­chen Unter­su­chun­gen kon­zen­trier­ten sich auf die Leis­tungs­ei­gen­schaf­ten des Mate­ri­als und unter­such­ten z. B. die im Lau­fe der Zeit durch Waschen und Ste­ri­li­sie­ren beding­te Beein­träch­ti­gung der Poly­mer­struk­tur, Per­mea­ti­on, Reiß­fes­tig­keit sowie der bak­te­ri­el­len Fil­ter­ef­fi­zi­enz (BFE). Die von unab­hän­gi­gen Labors durch­ge­führ­ten Tests erga­ben beträcht­li­che Aus­wir­kun­gen auf kri­ti­sche Aspek­te wie Schutz der Pro­zes­se und Trä­ger, Halt­bar­keit und Kom­fort.

Zu den wich­tigs­ten Erkennt­nis­sen gehör­ten:

  • Ver­än­de­run­gen der Poly­mer­struk­tur: Gam­ma­be­strah­lung ist nicht nur eine effi­zi­en­te Ste­ri­li­sa­ti­ons­me­tho­de, sie kann auch die Poly­mer­struk­tur wie­der­ver­wend­ba­rer Schutz­klei­dung ver­än­dern. Ver­än­de­run­gen in der Poly­mer­ma­trix beein­träch­ti­gen wie­der­um die Eigen­schaf­ten der Fasern, aus denen die Schutz­klei­dung besteht, und somit die Schutz­klei­dung selbst.
  • Atmungs­ak­ti­vi­tät und Bar­rie­re­wir­kung: Die Bar­rie­re­wir­kung nimmt ab, wäh­rend die Luft­durch­läs­sig­keit zunimmt. Dies bedeu­tet, dass die Klei­dung im Lau­fe der Zeit immer weni­ger Schutz bie­tet.
  • Par­ti­kel­frei­set­zung: Mit der Anzahl der Gam­ma­be­strah­lungs- und Wasch­zy­klen steigt auch die Anzahl und Varia­bi­li­tät der frei­ge­setz­ten Par­ti­kel.
  • Reiß­fes­tig­keit: Mit zuneh­men­der Belas­tung durch Gam­ma­be­strah­lung und Waschen nimmt die Reiß­fes­tig­keit ab.
  • Bak­te­ri­el­le Fil­ter­ef­fi­zi­enz (BFE): Mit einer bak­te­ri­el­len Fil­ter­ef­fi­zi­enz von mehr als 98 % sind die als Schutz­klei­dung mit begrenz­ter Ein­satz­dau­er aus­ge­führ­ten Tyvek Iso­Clean Pro­duk­te von DuPont in der Lage, Bak­te­ri­en bes­ser zu fil­tern als wie­der­ver­wend­ba­re Rein­raum­schutz­klei­dung, deren bak­te­ri­el­le Fil­ter­ef­fi­zi­enz weni­ger als 70 % beträgt.

Die oben ange­führ­ten Ver­än­de­run­gen sind nicht immer mit blo­ßem Auge sicht­bar, so dass eine visu­el­le Über­prü­fung der Schutz­klei­dung allei­ne nicht aus­reicht, um Rück­schlüs­se auf ihre Leis­tungs­ei­gen­schaf­ten zu zie­hen. Daher gibt die Stu­die fol­gen­de Emp­feh­lun­gen:

  • Betrach­ten Sie die Leis­tungs­ei­gen­schaf­ten über die gesam­te Gebrauchs­dau­er der Schutz­klei­dung.
  • Erstel­len Sie Test­pro­to­kol­le, um – auf Basis der Gefähr­dungs­be­ur­tei­lun­gen und indi­vi­du­el­len Rein­rauman­for­de­run­gen – die Leis­tungs­ei­gen­schaf­ten der Schutz­klei­dung mit zuneh­men­der Gebrauchs­dau­er zu über­wa­chen.
  • Defi­nie­ren Sie Kri­te­ri­en, nach denen die Schutz­klei­dung aus­ge­mus­tert wird, wenn sie nicht mehr den funk­tio­na­len Anfor­de­run­gen ent­spricht.

Das White­pa­per „Wie­der­ver­wen­den oder nicht wie­der­ver­wen­den: Eine Lebens­zy­klus­ana­ly­se der Eigen­schaf­ten wie­der­ver­wend­ba­rer Schutz­klei­dung“ ent­hält eine voll­stän­di­ge Dar­stel­lung der Test­ver­fah­ren und Ergeb­nis­se die­ser Stu­die. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen ent­hält die Inter­net­sei­te tyvek.de/isoclean.