Update zu Avelumab-Studie Javelin Ovarian 100

Merck und Pfi­zer haben bekannt gege­ben, dass die Daten einer plan­mä­ßi­gen Zwi­schen­aus­wer­tung der Pha­se-III-Stu­die Jave­lin Ova­ri­an 100 zu Avel­um­ab die Aus­gangs­hy­po­the­se der Stu­die nicht bekräf­ti­gen. Die Alli­anz hat des­halb ent­schie­den, die Stu­die in Ein­klang mit dem unab­hän­gi­gen Daten­über­wa­chungs­gre­mi­um (IDMC) zu been­den.

Die Alli­anz von Merck und Pfi­zer unter­such­te als ers­te eine Immun­the­ra­pie in die­ser Indi­ka­ti­on, um den gro­ßen unge­deck­ten Behand­lungs­be­darf bei Eier­stock­krebs zu adres­sie­ren. Bei vier von fünf Frau­en mit Ova­ri­al­kar­zi­nom erfolgt die Dia­gno­se in fort­ge­schrit­te­nen Stadien.1 Die meis­ten Frau­en mit fort­ge­schrit­te­nem Eier­stock­krebs ster­ben inner­halb von fünf Jah­ren an der the­ra­pie­re­frak­tä­ren, resis­ten­ten oder rezi­di­vie­ren­den Erkran­kung.

Topli­ne-Ergeb­nis­se der Stu­die, die Avel­um­ab in Kom­bi­na­ti­on mit und/oder nach pla­tin-basier­ter Che­mo­the­ra­pie bei zuvor unbe­han­del­ten Pati­en­tin­nen mit Ova­ri­al­kar­zi­nom unter­sucht, lie­fer­ten kei­nen Beleg für eine Über­le­gen­heit beim vor­de­fi­nier­ten End­punkt des pro­gres­si­ons­frei­en Über­le­bens.

Detail­lier­te Daten­aus­wer­tun­gen dau­ern gegen­wär­tig noch an. Es wur­den kei­ne neu­en Sicher­heits­si­gna­le für Avel­um­ab beob­ach­tet und das Sicher­heits­pro­fil von Avel­um­ab in die­ser Stu­die scheint sich mit dem zu decken, das im gesam­ten kli­ni­schen Ent­wick­lungs­pro­gramm von Jave­lin beob­ach­tet wur­de. Die Alli­anz hat die Gesund­heits­be­hör­den und die Prüf­ärz­te über die Ergeb­nis­se der Inte­rims­ana­ly­se und die Ent­schei­dung zum Abbruch der Stu­die infor­miert. Detail­lier­te Ergeb­nis­se wer­den den wis­sen­schaft­li­chen Fach­krei­sen zur Ver­fü­gung gestellt. Die Stu­die Jave­lin Ova­ri­an PARP 100 sowie Stu­di­en frü­he­rer Pha­sen zur Unter­su­chung von Avel­um­ab in unter­schied­li­chen Kom­bi­na­tio­nen lau­fen noch.