Rund 6,9 Millionen Blut‑, Plasma- und Apheresespenden jährlich bilden eine zentrale Grundlage der Patientenversorgung in Deutschland. Moderne Diagnostik, automatisierte Laborprozesse und konsequente Qualitätssicherung tragen dazu bei, dass Blutprodukte sicher und zuverlässig für die Versorgung von Patientinnen und Patienten bereitgestellt werden.
Blutspenden retten Leben. Doch bevor eine Blutspende einem Patienten zugutekommt, wird sie analysiert, geprüft und für den klinischen Einsatz freigegeben. Im Institut für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie Frankfurt am Main des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg – Hessen werden im Zentrallabor jährlich rund 2 Millionen Spenderuntersuchungen durchgeführt – darunter infektionsserologische, molekularbiologische, klinisch-chemische und immunhämatologische Untersuchungen. Neben Proben aus dem eigenen Versorgungsgebiet werden am Standort Frankfurt auch Spenderproben aus der Tschechischen Republik, Österreich, Luxemburg sowie von der Bundeswehr untersucht. An Spitzentagen werden bis zu 20.000 Proben prozessiert. Damit zählt das Spenderscreening-Labor in Frankfurt zu den größten nicht-staatlichen Laboren dieser Art in Europa.
Der DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg – Hessen bildet gemeinsam mit seiner Tochtergesellschaft, dem DRK-Blutspendedienst Nord-Ost, den größten Verbund der DRK-Blutspendedienste in Deutschland. Zusammen werden jährlich rund 1.000.000 Vollblutspenden entnommen. Hinzu kommen die Herstellung und Bereitstellung von jährlich jeweils rund 150.000 Thrombozytenkonzentraten und rund 150.000 Plasmaspenden. Die diagnostische Absicherung dieser Spenden ist eine wesentliche Voraussetzung für die sichere Versorgung von Kliniken und Patientinnen und Patienten.
Anlässlich des Weltblutspendetags am 14. Juni engagierte sich Beckman Coulter Diagnostics gemeinsam mit dem DRK-Blutspendedienst bei einem Aktionstag in Frankfurt am Main. Mitarbeitende des Unternehmens nutzten ihr Freiwilligen-Programm, um auf die Bedeutung freiwilliger Blutspenden aufmerksam zu machen und Einblicke in die diagnostischen Prozesse hinter einer sicheren Blutversorgung zu geben.
In Deutschland werden täglich rund 15.000 Blutspenden benötigt, um die medizinische Versorgung sicherzustellen. Die DRK-Blutspendedienste tragen mit ihren regionalen Strukturen, mobilen Blutspendeterminen, stationären Einrichtungen, Zentrallaboren und Logistikprozessen maßgeblich dazu bei, diese Versorgung rund um die Uhr zu gewährleisten. Gleichzeitig bleibt die Gewinnung neuer und jüngerer Spenderinnen und Spender eine zentrale Aufgabe, da die demografische Entwicklung auch die Blutspende betrifft.
Seit mehr als 20 Jahren setzt der DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg – Hessen bei der Blutgruppenbestimmung auf Systeme von Beckman Coulter Diagnostics. Im Labor in Frankfurt werden Spenderproben mit automatisierten Mikrotitersystemen vom Typ PK7400 analysiert. Die Systeme sind für große Probenmengen in Zentrallaboren konzipiert und können bis zu 300 Proben pro Stunde verarbeiten. Dadurch unterstützen sie sichere, reproduzierbare und effiziente Arbeitsabläufe auch bei sehr hohen Probenzahlen.
„Blutspenden sind eine der wichtigsten Säulen unseres Gesundheitssystems. Gleichzeitig wird häufig unterschätzt, wie viele diagnostische und qualitätssichernde Schritte notwendig sind, bevor eine Blutkonserve für die Versorgung von Patienten freigegeben werden kann. Der Weltblutspendetag bietet eine wichtige Gelegenheit, sowohl die Leistung der Blutspender als auch die Menschen und Technologien sichtbar zu machen, die jeden Tag zu einer sicheren Blutversorgung beitragen“, sagt Roberto Godoy, Managing Director bei Beckman Coulter.
Jede Blutspende durchläuft eine Vielzahl diagnostischer Untersuchungen. Dazu gehören unter anderem Blutgruppenbestimmungen, immunhämatologische Analysen, infektiologische Screeningverfahren und weitere Testverfahren, die die Sicherheit und Qualität der Blutprodukte gewährleisten. Standardisierte Prozesse, moderne Automatisierung, digitale Ergebnisverarbeitung und leistungsfähige Diagnostik tragen dazu bei, dass Blutprodukte zuverlässig für die Patientenversorgung bereitgestellt werden können.
Der Weltblutspendetag am 14. Juni wurde 2004 erstmals von der Weltgesundheitsorganisation und internationalen Partnerorganisationen begangen. Ziel ist es, freiwillige Blutspenderinnen und Blutspender weltweit zu würdigen und das Bewusstsein für die Bedeutung einer sicheren und nachhaltigen Blutversorgung zu stärken.











